Mélodie Michel / Paris:Matinee zur Festspielzeit

Programm
"Salve Regina"
- César Franck (1822-1890)
Choral in E-Dur (Nr. 1) - Olivier Latry (*1962)
Meditation über "Salve Regina"
I Salve Regina – Avec la liberté du chant grégorien
II Vita dulcedo – Calme
III Ad te clamamus – Martelé, sauvage
IV Ad te suspiramus – Sombre, implacable
V Eia ergo – Profond
VI Et Jesum – Comme une lente procession
VII O clemens
Lebenslauf
Mélodie Michel entstammt einer französisch-amerikanischen Musikerfamilie und ist schon im Kindesalter durch ihre musikalische Begabung aufgefallen. Sie erlernte neben Orgel auch Klavier, Violine und Bratsche. 2020 wurde sie im Alter von nur 16 Jahren in die Orgelklasse von Olivier Latry und Thomas Ospital am Pariser Konservatorium aufgenommen, dem Institut, an dem auch César Franck und Charles-Marie Widor unterrichtet haben. Melodie konzertierte schon in jungen Jahren an vielen berühmten Orgeln Frankreichs, so u.a. an der großen Cavaillé-Coll-Orgel in Saint-Sulpice, Notre-Dame de Paris, in der Pariser Philharmonie, in Saint-Eustache und Saint-Séverin in Paris, in Auditorium-Orchestre National de Lyon, an der Orgel der Chapelle Royale in Versailles oder an der großen Walcker-Orgel von Saint-Paul in Straßburg. Im Jahr 2025 hatte sie die große Chance, in der anglikanischen Kathedrale von Seoul ein Orgelkonzert zu geben. Mélodie war außerdem mit dem Orchestre National de France auf Concert-Tour in Südkorea und China.
Außerdem spielte sie als Solistin das Konzert für Orgel, Pauken und Streichorchester von Francis Poulenc in Saint-Étienne-du-Mont und wirkte an mehreren CDs mit, wie z. B. an der Gesamteinspielung der Orgelwerke von Olivier Messiaen. Mélodie konzertierte auch in Deutschland (in Tübingen, Weimar, Mannheim, Bonn, Düsseldorf, Stuttgart und Bayreuth) und Russland, wo sie die Orgel der Moskauer Philharmonie in einem 24-stündigen Marathon mit 23 anderen herausragenden internationalen Organisten einweihte.
Mélodie spielt regelmäßig mit dem Orchestre National de France, im Auditorium de Radio France auf der Grenzing-Orgel, aber auch im Théâtre des Champs-Elysées und im Ausland wie in Deutschland oder Rumänien beim Enesco-Festival. Im Jahr 2024 hatte Mélodie das große Glück, die Orgelpartitur für die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele im Auditorium von Radio France aufzunehmen. Sie nahm außerdem die Harmonium- und Celesta-Partien für die Gesamteinspielung der Symphonien von George Enescu auf, die mit dem Orchestre National de France unter der Leitung von Cristian Macelaru aufgenommen wurde. Diese Einspielung erschien 2024 unter dem Label Deutsche Grammophon und wurde doppelt mit dem Diapason d'Or 2024 und dem CHOC Classica 2024 ausgezeichnet.
2021 gewann Mélodie den 1. Preis beim "Concours L’Orgue des Jeunes" und war Preisträgerin beim "24. Albert Schweitzer Organ Festival Hartford" (USA). Im Oktober 2024 gewann sie den Preis für künstlerische Entwicklung beim Internationalen Orgelwettbewerb von Kanada.